Stadtwahlkreiskonferenz der SPD unterstützt einstimmig Stephan Böhme

„Stephan Böhme kann die Stadt, Rat und Verwaltung sicher in den Hafen bringen“
Stadtwahlkreiskonferenz der SPD unterstützt einstimmig Stephan Böhme bei seiner
Einzelbewerbung als Nachfolger der vor kurzem zurückgetretenen Dr. Sonja Gerlach (CDU).
Auf der Stadtwahlkreiskonferenz der SPD Porta Westfalica am 08.03.2022 in Eisbergen ging es
schwerpunktmäßig um die Frage, ob die Portaner SPD einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten
nominieren oder Altbürgermeister Stephan Böhme bei seiner Einzelbewerbung unterstützen will.
Im Vorfeld hatte sich der erweiterte Vorstand der SPD bereits klar für den ehemaligen, erfahrenen
Bürgermeister ausgesprochen, aber man wollte auch die Meinung der Ortsvereine – und somit die
Meinung der gesamten Partei – einholen. Andere potentielle Kandidaten aus der Partei sollten die
Möglichkeit erhalten, sich über die vakante Stelle Gedanken zu machen und sich ggf. kurzfristig auf
der Konferenz als Bewerber zu melden.
Bevor er zu Beginn der Konferenz in seinem Bericht die Ausgangslage für die Neuwahl des
Bürgermeisters darstellte, bat der Stadtverbandsvorsitzende Killian Stanau die anwesenden
Delegierten um eine Schweigeminute, um der Opfer des schrecklichen Krieges in der Ukraine zu
gedenken. Zeitgleich zur Wahlkreiskonferenz war übrigens ein Genosse damit beschäftigt, in der
Porta-Schule die Geflüchteten-Unterkünfte vorzubereiten.
Killian Stanau war – wie wohl auch sehr viele andere Leute – sehr überrascht, als Frau Dr. Gerlach
die am 25.01.2022 ohne große Vorankündigung ihren Posten als Bürgermeisterin der Stadt Porta
Westfalica nach nur ca. 1,5 Jahren niedergelegt hatte. Und dennoch war der Rücktritt aus seiner
Sicht irgendwie auch vorhersehbar: „Eine Bürgermeisterin, die den Draht zwischen Rat und
Verwaltung nicht aufrechterhalten kann, scheint nicht auf dem richtigen Platz zu sein.“
Im weiteren Verlauf seines Berichtes erläuterte Killian Stanau den Verlauf der Kandidatensuche mit
der gemeinsamen Definition eines Anforderungsprofils – überparteilich, da in dieser Lage der Stadt
parteitaktisches Verhalten unangemessen ist, und mit viel Erfahrung, um der Verwaltung die
Verunsicherung zu nehmen, die zweifelsohne entstanden ist – und die Versuche, mit anderen
Parteien eine gemeinsame Lösung für die Nachfolge der CDU-Bürgermeisterin zu finden.
Bekanntlich sind diese Bemühungen an der CDU und ihrem parteitaktischen Denken gescheitert.
Nach der Absage durch die CDU an eine parteiübergreifende Zusammenarbeit haben Killian Stanau
und Dirk Rahnenführer Gespräche mit Stephan Böhme geführt, der die politische Lage der Stadt
seit Beginn der Krise genau beobachtet und daraus die richtigen Schlüsse gezogen hat: um die Lage
zu entspannen, bedarf es eines unabhängigen Bürgermeisters. Nach internen Beratungen hat dann
am 23.02.2022 der erweiterte Vorstand der SPD Porta Westfalica einstimmig entschieden, Stephan
Böhmes Einzelbewerbung zu unterstützen.
Im Anschluss an diesen Bericht wurden der Stadtverband und die Delegierten von der
Sitzungsleitung gefragt, ob es von den Ortsvereinen oder aus der Versammlung heraus Vorschläge
für eine SPD-Kandidatur um den Posten des Bürgermeisters gibt. Dies wurde verneint und Stephan
Böhme, der als Gast an der Konferenz teilnahm, bekam die Gelegenheit, sich und seine Ideen
vorzustellen.
Nachdem er sich und seinen Lebenslauf vorgestellt hatte, ging Stephan Böhme auf seine Kandidatur
als Einzelbewerber ein. Auf die Frage einer Bürgerin, die vor ein paar Wochen zu ihm meinte „Herr
Böhme, und nun wollen Sie sich das nochmal antun?“, entgegnete er entschlossen: „Ich muss es
nicht. Aber ich kann es, und ich will es!“. Es sei eine außergewöhnliche Situation, dass ein
Bürgermeister nach so kurzer Zeit aufgibt. Daher sei es sein Ziel, konstruktiv an die
Zusammenarbeit mit den Ratsfraktionen heranzugehen, um die Wahlperiode sachlich undvernünftig zu Ende zu bringen. Er möchte im Falle seiner Wahl nur den Bürgerinnen und Bürgern
gegenüber in der Verantwortung stehen, nicht gegenüber einer Partei oder einer Fraktion.
Stephan Böhme möchte ein Bürgermeister für alle sein und keinen Lagerwahlkampf führen – dieser
wurde nun von CDU und Grünen eröffnet. Er stellt fest, dass die Kommunalwahl 2020 gelaufen ist
und somit die politischen Themen für diese Periode gesetzt sind. Es geht hier um eine Nachwahl.
In seinen 10 Jahren als Bürgermeister hat er seine größte Fähigkeit immer darin gesehen, zwischen
verschiedenen Interessen – aber am Ende zum Wohle der Stadt – zu vermitteln und zu verhandeln,
so dass große und schwierige Projekte im Rat überwiegend einstimmig oder mit großen Mehrheiten
verabschiedet werden konnten. Grundlage dafür waren die vertrauensvolle Zusammenarbeit,
Offenheit und Transparenz. „Auch, wenn es manchmal anstrengend war – da möchte ich wieder
hin“, betonte er.
Neben dem Blick zurück war ihm in seiner Vorstellungsrede auch der Blick nach vorne sehr
wichtig. So wird der Krieg in der Ukraine auch spürbare Folgen für unsere Stadt haben. Wir müssen
uns um Menschen kümmern, die in Europa vor dem Krieg fliehen mussten. Gleichzeitig sehen wir
alle jetzt schon die drastisch steigenden Energiekosten, die auch große Auswirkungen auf den
städtischen Haushalt haben werden, was man auf jeden Fall nicht aus dem Blick verlieren darf. Ein
anderes wichtiges Thema ist der Klimaschutz und die Überarbeitung des Energiekonzeptes der
Stadt – hier muss in erneuerbare Energien investiert werden. Beim Thema „bezahlbares Wohnen“,
das die SPD 2020 zum Kernanliegen im Wahlkampf gemacht hatte, gibt es inzwischen einen
Bürgerantrag und man muss hier schauen, mit wem man das Projekt angehen will. Auch im Bereich
der Verkehrspolitik hat sich Stephan Böhme klar positioniert: im Großen unterstützt er die
BIGTAB, die gegen eine Zerschneidung der Landschaft durch eine ICE-Neubautrasse ist – und im
Kleinen fordert er, dass mehr für Radfahrer getan werden muss: „Wir brauchen die Fahrradstraßen“.
Im Bereich der Schulpolitik müssen die angestoßenen Projekte auch zu Ende geführt werden. Für
ihn als ehemaligen Rektor und Schulrat wäre es etwas ganz Besonderes, für Neesen und Lerbeck
mit Beteiligung der Schulgemeinde eine neue Grundschule zu planen, die den Erfordernissen von
Inklusion und offenem Ganztag gerecht wird.
Seinen Wahlkampf möchte Stephan Böhme klassisch – mit Plakaten, Flyern und „vor Ort“ – und
auch zeitgemäß gestalten. Er wird eine Internetseite einrichten und eine Facebook-Präsenz
aufbauen, über die er u. a. seine örtlichen Termine mitteilen möchte.
Sein selbstbewusster, aber dabei immer auch an der Sache orientierter Auftritt hat die Delegierten
überzeugt – sie beschlossen bei der anschließenden Abstimmung einstimmig, Stephan Böhme bei
seiner Einzelbewerbung zu unterstützen. Für dieses eindeutige Votum bedankte er sich bei seinen
Parteikollegen. „Eine Einzelbewerbung ist gut und schön. Aber ganz alleine wird es doch irgendwie
einsam“, bekannte er. Killian Stanau bewertet den Auftritt des Bürgermeisterkandidaten und die
Unterstützung durch die SPD mit einem kleinen Hinweis auf eines der Hobbys von Stephan Böhme:
„Es geht darum, das Schiff mit seiner Mannschaft – bestehend aus Rat und Verwaltung – sicher in
den Hafen zu bringen. Und das kann Stephan Böhme!“.
Zum Schluss der Konferenz berichtete Christina Weng von ihrem Landtagswahlkampf, der
inzwischen auch schon begonnen hat und Ende März in die heiße Phase eintritt. Natürlich habe
auch sie dafür ihre ganz eigenen Themen, aber sie stellte auch fest, dass der Krieg in Europa
natürlich die Prioritäten bei den Inhalten eindeutig verschiebt. Energie, Wohnen und Integration
werden eine immer größere Rolle spielen. Trotzdem wird sie auch weiterhin ihre anderen Themen
Inneres, Arbeit/Wirtschaft/Nachhaltigkeit, Gesundheit und Drogenpolitik im Blick behalten. „Ich
übe mein Mandat gerne aus und würde es gerne noch weitere 5 Jahre tun. Und ich werde nichts
unversucht lassen, das Mandat wieder direkt zu holen. Ich bin mir sicher, dass wir am 15.05.
akkurat abliefern werden.

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